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ACHTUNG ZECKEN

Zecken sind in der Schweiz fast überall anzutreffen. Da sich Hundehaltende mit ihren Vierbeinern täglich in der Natur bewegen, gehören sie automatisch zur Risikogruppe für Krankheiten, die durch Zeckenstiche übertragen werden.  


Zecken in der Schweiz

Weltweit gibt es ca. 900 Zeckenarten. In der Schweiz ist vor allem die Schildzecke (auch gemeiner Holzbock genannt) sehr verbreitet. Die Verbreitung der Zecken findet vor allem durch Vögel und Säugetiere statt, die nicht an ein bestimmtes Territorium gebunden sind. Somit wird schnell klar, dass es überall in der Schweiz Zecken haben kann. Ab einer Höhe von 1500 Metern über Meer darf man sich jedoch vor ihnen sicher fühlen.

Wo leben Zecken?

Zecken bevorzugen Laubwälder mit Unterholz, wo sie auf Äste, Blätter oder auch auf Gestrüpp krabbeln können. In der Regel krabbeln sie nicht höher als ca. 1.5 Meter vom Boden.

Doch auch ausserhalb von Wäldern können sich Zecken sehr wohl fühlen: z.B. im hohen Gras oder auf verschiedenen Wiesenarten. Neuste Studien belegen, dass sich Zecken sogar in Stadtparks niedergelassen haben. Zecken sind bezüglich Temperatur und Luftfeuchtigkeit sehr widerstandsfähig, weshalb sie in der Schweiz trotz grossen Temperaturunterschieden gut überleben können. Sie überwintern in der obersten Erdschicht von feuchten Böden. Sobald die Aussentemperatur dauerhaft unter 6 bis 8 Grad Celsius sinkt, bereiten sie sich auf die Überwinterung vor.

Wie kommen Zecken auf die Haut ihrer Wirte?

Zecken halten sich an der Vegetation, z.B. an einem hohen Grashalm fest und spreizen die vorderen Beinpaare, während sie auf einen geeigneten Wirt warten, von welchem sie sich dann einfach abstreifen lassen. Sie sind teilweise auch aktiv auf der Suche nach einem geeigneten Wirt.

In welcher Jahreszeit gibt es besonders viele Zecken?

Die Gefahr in der Schweiz von einer Zecke gestochen zu werden ist in den Monaten April bis Oktober am grössten, wobei die Zecken aufgrund der idealen klimatischen Bedingungen im Frühsommer sowie im Herbst besonders aktiv sind.

Welche Krankheiten können Zecken übertragen?

Via Speichel der Zecke können verschiedene Erreger übertragen werden, welche wiederum zu schweren Krankheiten führen können.

Folgende Krankheiten werden in der Schweiz von Zecken am häufigsten übertragen:

  • Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) Virus-Erkrankung, welche das Nervensystem befällt (Hirnhautentzündung, Hirnentzündung).

  • Borreliose Bakterielle Erkrankung, welche u.a. Haut, Gelenke, Muskel, Herz und Nervensystem befallen kann.

  • Babesiose (auch Piroplasmose genannt) Bakterielle Erkrankung, welche die roten Blutkörperchen angreift.

  • Ehrlichiose (auch Zeckenfieber genannt) Bakterielle Erkrankung, welche die weissen Blutkörperchen angreift.

Bei diesen Krankheiten ähneln die ersten Symptome denen einer Grippe wie z.B. Fieber und Mattigkeit oder zeigen Merkmale auf, die auch bei vielen anderen Krankheiten auftreten können wie z.B. eitriger Nasenausfluss, Gelenkentzündungen, usw. Dies macht die Früherkennung einer Infektion so schwierig und die Krankheiten können bei Hund (und Mensch) sehr lange unentdeckt bleiben. Für eine erfolgreiche Behandlung wäre eine Früherkennung umso wichtiger.

Gibt es Impfungen gegen die Krankheiten durch Zecken?

Ja, es gibt Impfungen. Eine Impfung kann jedoch keine Zeckenstiche verhindern, senkt aber das Risiko einer Ansteckung (z.B. Piroplasmose, Borreliose). Es gibt aber keinen 100%-igen Schutz. Für den Hund gibt es die Piroplasmose- und die Borreliose-Impfung 

Wie kann man sich vor Zecken schützen?

  • Nach jedem Spaziergang gründliches Absuchen am ganzen Körper. Häufig findet man auch herumkrabbelnde Zecken, die noch nach einer geeigneten Stelle suchen.

  • Sofortige fachgemässe Entfernung der Zecken

  • Einstichstelle beobachten und bei auffälligen Veränderungen der Hautstelle oder dem Auftreten sonstiger Symptome innerhalb wenigen Tagen nach dem Zeckenstich: sofort einen Tierarzt konsultieren.

Vorgehen für das Entfernen einer Zecke

  • Führen Sie das Hilfsmittel möglichst dicht an der Haut unter die Zecke und ziehen Sie die Zecke mit einem leichten, kontinuierlichen Zug aus der Einstichstelle (eine „Vorbehandlung“ der Zecke ist nicht nötig!). Achten Sie darauf, dass der Kopf nicht stecken bleibt. Eine leichte Drehung im Gegenuhrzeigersinn kann helfen.

  • Die Stelle kann anschliessend desinfiziert werden - dies schützt zwar nicht vor einer allfälligen Krankheitsübertragung, kann aber immerhin einer Entzündung entgegenwirken.

Zusätzliche Vorbeugung gegen Zeckenstiche beim Hund

Schützen Sie Ihren Hund mit einem Zeckenhalsband oder einem Spot-on gegen Zecken. Hier gibt es heute eine grosse Auswahl an chemischen, pflanzlichen und homöopathischen Produkten zur Auswahl.

  • Kautabletten Die neusten Produkte auf dem Markt wirken von innen gegen Zecken. Eine Gabe monatlich oder alle 3 Monate je nach Produkt schützt Ihren Hund effektiv gegen Zecken, Flöhe und Milben.

  • Spot On Eine weitere Möglichkeit besteht im Auftropfen einer Flüssigkeit auf die Haut des Tieres (Hals, Rücken). Dies bietet Schutz gegen Zecken, Flöhe und je nach Produkt auch gegen Stechmücken. Solche Produkte empfehlen wir speziell bei Reisen in den Süden.

  • Halsband Neben den altbekannten Flohhalsbändern gibt es sehr effektive Halsbänder mit neuartigen Wirkstoffen, welche neben Zecken auch gegen Stechmücken schützen. Auch diese empfehlen wir für Reisen in den Süden.

  • Bernstein Zeckenhalsband Bernsteinketten sollen Hunde vor Zecken schützen, auf natürliche Weise und ohne Chemie. Wichtig dabei ist, dass der Bernstein natürlich und unbehandelt ist.

  • Homöopathie Von Schwarzkümmelöl über Spirulina bis zu Zistrosenpulver gibt es verschiedene Produkte die gegen die Zecken wirken. Es kann ein Spray sein, der auf das Fell aufgetragen wird oder auch über die orale Einnahme erfolgen. Jeder Hund reagiert anders und deshalb muss man ausprobieren was bei welchem Hund am besten hilft.

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